Hunteburg, die neue Internetpräsenz

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Hunteburger Alleen

Nach Hunteburg führen sternförmig sechs Straßen – alle Straßen sind Linden-Alleen. Im Frühjahr zartgrün, im Sommer schattenspendend und duftend, im Herbst leuchtend in allen Farben und im Winter bepudert mit Raureif und Schnee. Die Alleen sind ein lebendiger Schmuck des Dorfes, ein Kulturgut, das kein anderer Ort in weiterer Umgebung in dieser Fülle zu bieten hat.

Viele Hunteburger sind stolz auf ihre Alleen, die vor etwa einhundert Jahren offenbar fast zur gleichen Zeit angelegt worden sind. Warum? Vielleicht ist man hier dem Vorbild der an Hunteburg vorbeiführenden B51 gefolgt, die zwischen 1809 und 1813 als Heerstraße für Napoleons Truppen gebaut, gerade im Bereich zwischen Bohnte und Hunteburg noch in ihrer Ursprünglichkeit als Eichenallee mit inzwischen mächtigen Bäumen fast vollständig erhalten ist.

Und warum Linden? Die Linde ist ein Baum mit besonderer Bedeutung. Sie wird bis zu 2000 Jahre alt. Wegen ihres hohen Alters galt sie bei den alten Germanen als heiliger Baum. Unter ihr wurde im Mittelalter Recht gesprochen. Aber das ist nicht der Grund dafür, dass die Hunteburger Alleen fast ausschließlich aus Linden bestehen; die Linde mag einfach die sandigen Böden dieser Region. Und sie bietet dem Dorf einen praktischen Nutzen: Die Imker aus Hunteburg produzieren hier ihren köstlichen Lindenhonig.

Im Umkreis von zwei Kilometern bestehen die sechs Hunteburger Alleen aus sage und schreibe rund 1500 Bäumen. Aber die meisten Hunteburger Alleen sind viel länger: Zum Beispiel ist die Allee, die nach Damme hinaus führt, fast zehn Kilometer lang.

Nach Bekanntwerden von Baumfällungen im Zuge diverser Baumaßnahmen gründete Eduard Müller Anfang 2010 eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Hunteburger Alleen. Diese wird vom Hunteburger Heimatverein unterstützt.

Textquelle: Eduard Müller
Bildquellen: Eduard Müller, Johannes Buschatz

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