Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerungsentwicklung in der Zeit Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges stagnierte. Es lag kein Bedürfnis für eine besonders starke Neubautätigkeit vor. So ist in 118 Jahren von 1821 bis 1939 nur ein Plus von 87 Einwohnern auf insgesamt 2784 zu erkennen. Die Situation änderte sich als nach dem Ausgang des Krieges Flüchtlinge und Vertriebene auch in den Ort kamen, die zunächst provisorisch in dem vorhandenem Wohnraum untergebracht werden mussten.

Erst nach der Stabilisierung der wirtschaftlichen Verhältnisse, das heißt nach der Währungsreform 1948, waren die Voraussetzungen für eine stärkere Neubautätigkeit gegeben. Besonders seit 1950 nahm sie auch in Hunteburg einen erfreulichen Aufschwung, der bis heute anhält und so intensiv ist, dass das heutige Ortsbild weitgehend durch Neubauten bestimmt ist.

Dennoch ist festzustellen, dass zunächst nach 1950 offensichtlich ehemals Flüchtlinge und Vertriebene, sicher auch aus Gründen der Arbeitsplatzsuche, Ballungsräumen zustrebten, bis ab etwa 1970 eine gesunde und beständige Entwicklung Hunteburgs eintrat.

JahrEinwohnerÄnderung pro Jahr zum Vorwert
18212697
19052215-6
19392784+17
19504011 (Zuzug von Vertriebenen)+112
19602715-130
19723212+41
19973756+22
20003812+19
20033926+38
20113899-3
20173928+5

Bevölkerungszahlen (Stand vom 01.05.2017)

Ortsteilweiblichmännlichgesamt
Meyerhöfen35534770217,9%
Schwege529529105826,9%
Welplage10851083216855,2%
Gesamt196919593928100%
50,1%49,9%100%

Bevölkerungszahlen (Stand vom 01.09.2011)

Ortsteilweiblichmännlichgesamt
Meyerhöfen355359714-18,3%
Schwege5435111054-27,0%
Welplage107210592131-54,7%
Gesamt197019293899-100%
-50,5%-49,5%-100%
Ortsteilkatholischevangelischandere/keine
Meyerhöfen169443102
Schwege379451224
Welplage1149683299
Gesamt16971577299
-43,5%-40,4%-16,1%

Auszug aus „Beschreibung des Königreichs Hannover“ von 1834

Hunteburg, Vogtei des K. Wittlage-Hunteburg, addftl. 2 M., über die Pf. Hunteburg und Benne.
Das D. Hunteburg, 38 H. 313 E., hat eine katholische und seit 1814 auch eine evangelische Kirche; zu beiden gehören noch 3 Bauerschaften; zu der ersteren eine Kapellanei, zu der zweiteren 4 Landgüter; im D. ist eine NBR des Kr. Lingen.
Das alte Schloß Hunteburg war mit Burgmännern belebt; das jetzige Amtshaus (Pächterwohnung) wurde von Ernst-August umgebaut.
Hier ist viel Armuth.

Heinrich Daniel Andreas Sonne: Beschreibung des Königreichs Hannover, Band 5, J. G. Cottasche Buchhandlung, München 1834, S. 455 (Link zum Digitalisat)